Beratung und Begleitung für LSBTI* Geflüchtete

Weltweit sind ca. 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Schätzungen zufolge sind mindestens 5% der Geflüchteten lesbische, schwule oder bisexuelle sowie transgeschlechtliche oder intergeschlechtliche Personen (Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. 2016). In vielen Ländern droht diesen Menschen strafrechtliche Verfolgung sowie Diskriminierung und Gewalt auch von nicht-staatlichen Akteur*innen. Eine Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität ist in Deutschland ein anerkannter Asylgrund (EU-Qualifikationsrichtlinie 2011/95/EU).

Leider begegnen LSBTI* Geflüchteten auch in Deutschland zahlreiche Probleme. Dazu gehört das Asylverfahren, in welchem die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität sowie die Verfolgung glaubhaft gemacht werden müssen, häufige Diskriminierung und Gewalt in Unterkünften sowie im öffentlichen Raum und auch rassistische und Mehrfachdiskriminierung¹ in Institutionen und in der Gesellschaft.

Oft erleben LSBTI* Geflüchtete einen erschwerten Zugang zu Arbeit und Ausbildung sowie zu medizinischen Leistungen, viele Fachkräfte sind für die spezifischen Bedürfnisse und Erfahrungen dieser Gruppe nicht sensibilisiert (auch weil es z.T. an Fortbildungsangeboten mangelt).

Das Beratungsangebot des RAA Leipzig e.V. bietet für Ratsuchende

  • sozialpädagogische Beratung durch professionelle, sensibilisierte Fachkräfte
  • Begleitung zu Behörden, ÄrztInnen, wichtigen Terminen
  • Beratung und Unterstützung zu Themen wie Orientierung in Leipzig, Alltagsgestaltung, Leistungen verschiedener Träger, Wohnungssuche, Schuldenregulierung, Freizeit, Spracherwerb sowie Arbeit und Ausbildung.

 

Das Angebot ist für Ratsuchende kostenfrei.

RAA Leipzig e.V. arbeitet in diesem Projekt in enger Kooperation mit RosaLinde e.V. – Verein für queere Begegnung und Beratung in Leipzig.

Kontakt: queer@raa-leipzig.de